Das temperamentvolle, unternehmungslustige Zigeunermädchen Lyciëlle ist überglücklich. Sie hatte jahrelang diesem Tag entgegengefiebert. Jetzt war es endlich so weit! Sie durfte mit ihren Freunden aus dem Otterklan in die Stadt zum Gauklerspiel fahren. Noch ahnt sie nicht, dass ein Zwischenfall, in welchen sie während des Spektakels auf dem Marktplatz verwickelt wird, alles andere als ein harmloses Missverständnis ist.
Als in den kommenden Tagen in der Gegend Gerüchte von schwarzen Reitern lauter werden und Lyciëlles Eltern von einer Reise nicht mehr zurückkehren, drängt sich ihrem Großvater ein Verdacht auf, dessen tödliches Ausmaß er zu spät erkennt.
Urplötzlich sieht sich Lyciëlle aus ihrem gewohnten Leben herausgerissen und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie selbst und ihren Klan in Gefahr bringt. Um die Menschen zu schützen, die sie liebt, verlässt Lyciëlle ihre Heimat. Es beginnt eine erbarmungslose Flucht, bei der Freundschaft, Liebe und Vertrauen auf eine harte Probe gestellt werden.
Auf der Suche nach sich selbst, begleitet von der schneeweißen Wölfin Namea, verliert sich Lyciëlle allmählich im Dasein zwischen Mensch und Wolf, bis sie aufhört, sie selbst zu sein.
Während ihre unheimlichen Verfolger anscheinend mehr über sie wissen als sie selbst, muss sie erkennen, dass ihr Schicksal mit dem eines mystischen Wesens verbunden ist, dessen Macht imstande ist, das Gefüge der Welt zu zerbrechen.
 
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